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Bald beginnt die heiße Phase

von Bi-Bahntrasse

Bald beginnt die heiße Phase

(OT am 1. Dezember 2007)

Die BI-Bahntrasse plant ihr Vorgehen für die Offenlegung des Planfeststellungsverfahrens. Bald wird sich zeigen, ob ihre Bemühungen Erfolg haben. Mit der Offenlegung des Planfeststellungsverfahrens im Frühjahr beginnt die heiße Phase.

VON MARIA BENZ

Endlich geht es vorwärts: Die Bahn hat die Offenlegung des Planfeststellungverfahren für April angekündigt. Die Mitglieder der BI-Bahntrasse fiebern diesem Termin entgegen, denn ab dann haben Bürger sechs Wochen Zeit um Einwendungen gegen die geplante A 3-Trasse zu erheben. »Wir müssen für den Zeitpunkt der Offenlage gerüstet sein,« betonte Schriftführer Herbert Maier, gestern in einer Pressekonferenz, in welcher der BI-Vorstand seine weitere Vorgehensweise erläuterte.

Einwendungen schreiben

Mit der Offenlegung beginnt für die BI die heiße Phase. Dann heißt es für die Mitglieder Aktenordner zu wälzen und Punkte herauszuarbeiten, die an der A 3-Trasse problematisch sind. Diese gehen über Lärm- und Feinstaubbelastung, Erschütterung bis zur optischen Verschandelung der Stadt durch die geplante Lärmschutzwand. Je mehr Bürger eine Einwendung an das Regierungspräsidium Freiburg schicken, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass die A 3-Trasse nicht wie von der Bahn geplant umgesetzt wird, so Maier.
Um den Bürgern bei ihren Einwendungen helfen, will die BI Musterschriftsätze bereitstellen, so dass sich jeder per Baukastenprinzip aus einzelnen Textbausteinen seine individuelle Einwendung zusammenstellen kann.
Für Menschen, denen das zu mühsam ist, entwirft die BI eine »Jedermann-Einwendung«. Sie formuliert darin allgemeine Probleme, die auch Leute von außerhalb betreffen, wie die störende Optik der Lärmschutzwand. »Wer zum Einkaufen nach Offenburg kommt kann dann schreiben, die Stadt gefällt mir nicht mehr wegen des Mauer-Monsters«, erklärte Maier. Für das Frühjahr plant die BI für die Bürger eine Aufklärungsveranstaltungen über das Verfahren der Einwendungen. Darüber hinaus will die BI einen Fragebogen erstellen, um zu analysieren inwieweit die Bürger von der A 3-Trasse betroffen sind.
Die BI hofft, bis zur Offenlegung noch viele weitere Aktive für das Projekt »Baden 21« zu gewinnen. Dass sie auf einem guten Weg ist, zeigt sich daran, dass pünktlich zum zweijährigen Bestehen mit Ali Karakurt, Elternbeiratsvorsitzendem der Georg-Monsch-Schule, das 4000. Mitglied beigetreten ist. Gute Nachrichten gab es auch aus Stuttgart zu vermelden. Wie BI-Vorstandsmitglied Karl Treiber berichtete, waren sich bei der Landtagsdebatte am Donnerstag alle Fraktionen darin einig, dass »Baden 21« sein muss. Demensprechend zeigte sich BI-Vorsitzender Manfred Wahl gestern auch optimistisch, dass die favorisierte Tunnel-Lösung doch noch zustande kommt: »Nachdem wir nur noch von 500 Millionen Euro sprechen müssen, sind wir zuversichtlich, dass Land und Bund das zusammen auf die Beine stellen.«

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