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Groß-Demo am 14. Oktober: Gelb-rote Karte für die Bahn

von Bi-Bahntrasse

Groß-Demo am 14. Oktober: Gelb-rote Karte für die Bahn

BI Bahntrasse will 5000 Menschen mobilisieren / Protest gegen Gleis-Ausbau

Am Samstag, 14. Oktober, zeigt die BI Bahntrasse der Bahn die gelb-rote Karte: Bei einer Groß-Demo mit anschließender Kundgebung vor dem Rathaus sollen bis zu 5000 Menschen gegen die Gleisausbaupläne der Bahn protestieren.

VON TARAS MAYGUTIAK

Offenburg. »Das Volk zeigt Gelb-Rot für das, was uns droht« – unter diesem Motto steht die Großdemonstration der BI Bahntrasse am Samstag, 14. Oktober, in Offenburg. Gemeinsam mit anderen Protestbewegungen und Bürgerinitiativen der gesamten Rheinschiene, die sich gegen die Trassen-Planung der Bahn stark machen, rufen die Aktivisten ab 14 Uhr zu einem großen Sternmarsch mit anschließender Großkundgebung vor dem Offenburger Rathaus auf.
Das gelb-rote Motto ist laut dem BI-Vorsitzenden Manfred Wahl – ganz symbolträchtig – mehrdeutig zu verstehen: Zum einen sind das die Farben der BI, zum anderen wird der Bahn für ihre Planungen des dritten und vierten Gleises die gelbe beziehungsweise rote Karte gezeigt. Bei der Demo werden diese Karten – in den badischen Farben – verteilt. In Anlehnung an die 13 Forderungen vom 12. September 1847 sind sie mit »13 Forderungen des Volkes am Oberrhein« zum Streckenausbau beschriftet. Der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen, die »Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hochrhein« – kurz IG BOHR – ist derzeit noch mit der endgültigen Ausformulierung der Forderungen beschäftigt.
»Wir hoffen, dass sich die Offenburger Bevölkerung angesprochen fühlt – unabhängig, ob jemand BI-Mitglied ist oder nicht«, setzt Wahl auf viele Mitstreiter bei der Demonstration. Die Organisatoren möchten rund 5000 Menschen zusammen bekommen. Von drei Sammelpunkten aus – Messe, Bahnhof und Georg-Monsch-Schule – werden die Protestzüge um 14 Uhr in einem Sternmarsch zeitgleich in Richtung Rathaus losziehen. Dort ist um 14.30 Uhr eine Großkundgebung geplant, bei der unter anderem OB Edith Schreiner und der Freiburger Bürgermeister Otto Neideck sprechen werden.

Verbales Säbelrasseln
Bei den Initiativen im südlicheren Baden wird derweil schon kräftig die Werbetrommel für die Veranstaltung gerührt. »Wir werden mit Bussen, Bahn und privaten Fahrgemeinschaften nach Offenburg kommen«, kündigt Eckhard Wett vom Vorstand des »Bürgerprotestes Bahn« aus Kenzingen an. Richtig kämpferisch gibt sich Roland Diehl, Vorsitzender von »MUT« (Mensch und Umwelt schonende DB-Trasse), den Protestlern aus dem Markgräflerland: »Wir machen den Widerstand nach dem Muster von Whyl – wir sind fest entschlossen, die Planungen zu Fall zu bringen.« Die Botschaft an die Politik laute: »An uns vorbei solltet ihr besser nichts tun – sonst gibt’s Ärger!« so Diehl.

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