BI-Bahntrasse warnt vor Kostensteigerungen u. Zeitverzögerungen

von Bi-Bahntrasse

BI-Bahntrasse warnt vor Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen

Immer wieder wird in den Medien der mögliche Klinikstandort Windschläg mit dem Tunnel in Verbindung gebracht.

Und mehrfach wurde in diesem Zusammenhang in der Presse auch die BI-Bahntrasse erwähnt, deren Arbeit mit dem Tunnelbeschluss natürlich längst nicht zu Ende ist, sondern lediglich in eine zweite Phase mündete.

Als BI-Bahntrasse melden wir uns nun zu Wort, da mit Blick auf das Tunnelprojekt noch einige offene Fragen und Sachverhalte der Klärung bedürfen.
Wir können weder eine erhebliche Steigerung der Baukosten noch eine immense Verlängerung der Bauzeit hinnehmen.

Wie die Bahn äußert, bedeutet das Zusammentreffen mit dem zwischenzeitlich aktuell gewordenen Klinikprojekt eine neue Herausforderung. Ob und wie diese zu bewältigen ist, fällt zunächst in die Kompetenzen der Planer.  Aber es müssen allen die weitreichenden Konsequenzen, die sich aus einer entsprechenden Lösung ergeben könnten, klar sein. Denn schon viel zu lange warten die Bürger am Oberrhein auf eine Entlastung vom gesundheitsschädigenden, Gefahrgut transportierenden und stadtentwicklungshemmenden Güterverkehr mitten durch Ihre Städte, als dass hier weitere Verzögerungen um mehrere Jahre mit lautem Güterzuglärm hingenommen werden könnten.

Seit dem Bundestagsbeschluss im Jan. 2016, verfolgt und bespricht die BI-Bahntrasse mit den Vertretern im regionalen Projektbegleitgremium die Grundlagenerhebungen und die parallel hierzu sich entwickelnden Vorplanungen der Bahn.
Durch das Zusammentreffen mit dem Klinik-Großprojekt müssten drei Jahre Bahn-Planungsarbeit beiseitegelegt und neu mit der nördlichen Streckenplanung begonnen werden.
Was würde das für die Rheinstrecke bedeuten?
Von Offenburg bis Riegel müssten Jahre hinweg länger die Güterzüge durch die Städte rattern. Denn durch die Tunnel-Verzögerung in Offenburg würde vor Riegel kein Güterzug- Anschluss an die dann schon fertiggestellte Autobahnparallele Güterzugstrecke führen.
(2 Jahre keine Züge auf der neuen Güterzugtrasse!)

Einem solchen Szenario werden wir uns mit den Betroffenen der Planfesttstellungs-abschnitte (PfA) 7.1 - 8.0 widersetzen.

Ein Schweizer Gutachten wird demnächst die Umsetzung eines zusätzlichen Nahverkehrshalts beurteilen. Bei Machbarkeit würde dies wegen der Komplexität der Vorort-Situation ebenfalls eine weitere Zeitverzögerung für das Tunnelprojekt bedeuten.
Die Bahn muss für jedes Jahr Zeitverlust mit Mehrkosten von ein bis zwei Millionen Euro kalkulieren.

Die BI-Bahntrasse könnte nicht zulassen, dass diese Kosten sowie die Millionen für einen neuen Zughalt dem Tunnelprojekt zugeschlagen würden. Üblicherweise muss der nachträgliche „Besteller“ hierfür aufkommen.

Auch muss mit bedacht werden, welche zusätzlichen Lärm- und Erschütterungsschutzmaßnahmen während der Bauphase und auch dauerhaft erforderlich wären und welche Bauverzögerung wegen lärmmindernden Auflagen hinzukommen könnten (z.Bsp: Nachtbauverbot.)

Zur seriösen Entscheidung gehört es also, sich bereits im Vorfeld die erheblichen Auswirkungen nicht nur für Offenburg, sondern bis Riegel klar zu machen und sich ein ungefähres Bild über die Höhe und Aufteilung der beträchtlichen Zusatz- Kosten wegen „verlorener“ Planungen und zusätzlichem Nahverkehrshalt zu verschaffen. Das Verlangen einer Änderung liegt jedenfalls beim Kreis(tag).

Die BI-Bahntrasse warnt davor, dass durch eine schnelle Entscheidung möglicherweise ein über Jahrzehnte erkämpftes Projekt Schaden nimmt.

Vorstand der BI-Bahntrasse Offenburg
Do, 07. März 2019

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