Nachhaltigkeit u. Umweltschutz: Tübbingwerk vor Ort statt...

von Bi-Bahntrasse

Planfeststellung für den Bahn-Tunnel Offenburg vom 12.02.2026

Sehr geehrter Herr Bundesminister Schnieder, sehr geehrte Frau Vorstandsvorsitzende Palla, 

der Neu-/Ausbau der Rheintalbahn hat für die Unterzeichnenden höchste Priorität und darf deshalb nicht weiter verzögert werden. Seit längerem setzen sich Vertreter der betroffenen Region in großer Geschlossenheit dafür ein, dass die Deutsche Bahn im Rahmen des gegenwärtig laufenden Planfeststellungsverfahrens (PfA 7.1 Appenweier - Hohberg / Tunnel Offenburg) ihren Antrag dahingehend ergänzt, dass hierzu anstelle des geplanten Verladebahnhofs auch ein Werk zur Herstellung der Betonelemente (Tübbinge) direkt an der Tunnelbaustelle östlich der Autobahn errichtet werden könnte.

Inzwischen liegt Ihnen hierzu ein Gutachten von Prof. Dr. Katzenbach vor, das die Machbarkeit eines Tübbing-Werks auf der geplanten Baustelleneinrichtungsfläche belegt und feststellt, dass durch diese Lösung mehr als 100.000 Tonnen CO2-Äquivalent und mindestens 240 Mio. Euro Baukosten eingespart werden können. Hinzu kommt, dass eine zusätzliche Beeinträchtigung des ohnehin schon überlasteten Schienennetzes durch den Transport von Aushub- und Ausbruchmaterial minimiert und durch Tübbing Transporte gänzlich vermieden werden kann.

Aufgrund dieser klaren Vorteile können die Unterzeichneten nicht nachvollziehen, warum sich die Vertreter der Deutschen Bahn nach wie vor weigern, diese Alternative aufzugreifen. Das insoweit u.a. zu hörende Argument, die Planungen würden sich dadurch wesentlich verzögern, greift schon deshalb nicht, weil in solchen Verfahren Antragsänderungen durchaus üblich sind und vom Vorhabensträger in der Regel auch zeitlich unproblematisch vorgenommen werden können. Im Übrigen kann es doch nicht sein, dass eine derart wesentliche Optimierungsmöglichkeit aufgrund formaler Sichtweisen außer Betracht bleiben soll, zumal es durch die hier vorgeschlagene Alternative zu keinen neuen Betroffenheiten kommen würde.

Angesichts der fortdauernden Weigerung der Vertreter der Deutschen Bahn und im Hinblick auf den bevorstehenden Erörterungstermin sehen sich die Unterzeichneten nun zu diesem offenen Brief veranlasst, mit dem wir Sie bitten möchten, Ihren persönlichen Einfluss geltend zu machen, um sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht eine optimale Lösung zu erreichen. Dies würde sicher auch zur Akzeptanz für den Neu- und Ausbau der Rheintalbahn in der Bevölkerung beitragen.

Das o.g. Gutachten und eine zusammenfassende Präsentation fügen wir diesem Schreiben nochmals bei.

Mit freundlichen Grüßen 

- Dr. Yannick Bury, Mitglied des Deutschen Bundestages 
- Dr. Johannes Fechner, Mitglied des Deutschen Bundestages 
- Johannes Rothenberger, Mitglied des Deutschen Bundestages
- Thorsten Erny, Landrat des Ortenaukreises 
- Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender Verband Region Südl. Oberrhein 
- Andreas Heck, Bürgermeister Gemeinde Hohberg 
- Marco Steffens, Oberbürgermeister Stadt Offenburg 
- Martin Holschuh, Bürgermeister Gemeinde Schutterwald 
- Karl Bäuerle, 1. Vorsitzender BI Bahntrasse Offenburg
- Paul Zink, Beisitzer im Vorstand BI Bahntrasse Offenburg 
- Anita Rost, Vorstandsmitglied BI Bahntrasse Offenburg

 

Download folgender PDF Dokumente:

12.02.2026 Schreiben an DB Planfeststellung Bahntunnel

25.09.2025 Anlage Zusammenfassende Präsentation SV-Gutachten

28.08.2025 Anlage Kurzfassung SV-Gutachten Nr. IK2515-01

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